„Lorsch wird gern als ,Tor zur Bergstraße‘ bezeichnet, aber die Stadt ist mit seiner großen Vergangenheit genauso auch ,Tor zur Geschichte Europas‘“, betonte Weinmeister im Gespräch mit Vertretern des Partnerschaftsvereins Lorsch. Seit 1967 pflegt die Stadt freundschaftliche Beziehungen zu anderen Kommunen in Europa. Die erste Partnerstadt war das französische Le Coteau, danach folgte Zwevegem in Belgien (1973).

„Städtepartnerschaften sind das Rückgrat des vereinten Europa und haben nichts von ihrer Bedeutung verloren“, sagte Weinmeister weiter. Auch heute ermöglichten sie den Menschen, sich über Ländergrenzen hinweg zu treffen und Freundschaften zu knüpfen.

Weinmeister zeigte sich vom hohen ehrenamtlichen Engagement des Partnerschaftsvereins Lorsch beeindruckt: „Die Aktivitäten gehen geht weit über ein übliches Vereinsangebot hinaus, hier wird eine Vielzahl von Vorträgen, Kochkursen, Veranstaltungen und Tagesfahrten organisiert“.

Über 50-jähriges Bestehen der Städtefreundschaft
Zwingenberg ist seit 1968 verschwistert mit Pierrefonds in Frankreich. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Städtefreundschaft ist im April 2018 das Freundschaftsversprechen erneuert worden. „Es ist jedes Jahr aufs Neue großes Engagement nötig, um das Erreichte zu bewahren und in der Vertiefung der Beziehungen weiter zu kommen.“ betonte Weinmeister wertschätzend den jahrelangen Einsatz.

Weitere Verschwisterungen bestehen seit 1981 zu Tetbury in Südwest-England und seit 2001 zu Brisighella in Italien. „Da das Land Hessen seit 1992 eine Partnerschaft mit der Emilia-Romagna unterhält, bin ich persönlich auch immer sehr gern in dieser wunderschönen Gegend unterwegs und schätze die Verbundenheit der Menschen“, berichtete Mark Weinmeister. Die aktiven Verschwisterungen wurden mit den Vertretern des jeweiligen Freundeskreises besprochen.

Hintergrund zum Europanetzwerk
Es ist zentrales Anliegen von Europaministerin Lucia Puttrich und Europastaatssekretärs Mark Weinmeister, alle Akteure, die in Hessen für Europa, die europäischen Errungenschaften und den europäischen Geist werben, zu vernetzen. Europaministerin Puttrich hat das Europanetzwerk 2014 ins Leben gerufen, um die zahlreichen Aktivitäten in Sachen Europa in Hessen zu bündeln und das Engagement noch stärker zu unterstützen. All jenen, die sich für Europa stark machen, für Europa interessieren oder in der Europaarbeit tätig sind, soll es Möglichkeiten des Austausches und der besseren Sichtbarkeit eröffnen.

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