Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement
der Tafeln in Fritzlar, Homberg und Schwalmstadt!

"Ihr Einsatz
für die Gemeinschaft ist unendlich viel wert"
Staatsminister Axel Wintermeyer

Wiesbaden. Die hessischen Tafeln sind eine wichtige Anlaufstation für bedürftige Menschen, die es ohne das unermüdliche Engagement von Ehrenamtlichen nicht gäbe. Rund 5.000 Helferinnen und Helfer stehen für andere ein, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.

Um ihren Einsatz in dieser schwierigen Zeit zu würdigen, fördert die Landesregierung alle 57 hessischen Tafeln mit jeweils 500 Euro. Dazu gehören auch die Einrichtungen in Fritzlar, Homberg und Schwalmstadt im Schwalm-Eder-Kreis. Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, lobte heute die Arbeit der Freiwilligen:

"Sie geben nicht nur Lebensmittel aus und lindern damit manche Sorge. Sie beschenken die Menschen mit einem Lächeln, einem offenen Ohr und ihrer Kraft. Ihr Einsatz für die Gemeinschaft ist unendlich viel Wert und ich sage dafür herzlich Danke. Die Wertschätzung dieser stillen Helden ist mir ein Herzensanliegen."

Auch die Tafeln sind von der Corona-Pandemie betroffen, weil vielerorts die Lebensmittelspenden ausgeblieben sind. Einer aktuellen Umfrage des Landesverbandes zufolge befürchten die Einrichtungen einen Einnahmeverlust von 20 bis 30 Prozent. Um sie zu unterstützen, hat die Landesregierung bereits im Juni eine Soforthilfe in Höhe von 1,25 Millionen Euro ausgezahlt. Wenn die Helfer selbst in Not geraten, muss man als Land zur Stelle sein. Die Tafeln sind eine wichtige Säule des sozialen Miteinanders in unserer Gesellschaft. Rund 100.000 Menschen in Hessen suchen sie regelmäßig auf; darunter sind fast ein Drittel Kinder und Jugendliche. Die Bedürftigen werden dort nicht nur kostenlos oder für kleines Geld mit Lebensmitteln versorgt. Sie finden einen Ort der Begegnung. Einen Ort, der ihre Würde wahrt. Dafür sorgen die Helferinnen und Helfer, die zu 90 Prozent im Ehrenamt tätig sind und hessenweit rund 100.000 Arbeitsstunden im Monat für die Gemeinschaft leisten, sagte der Chef der Staatskanzlei.
Während im Frühjahr viele Tafeln aufgrund der Pandemie geschlossen waren, ist die große Mehrheit derzeit mit Hygieneregeln und kreativen Konzepten aktiv. Das ist besonders wichtig, weil fast Zweidrittel der Helferinnen und Helfer älter als 65 Jahre alt sind und damit zur Corona-Risikogruppe zählen. Um den Publikumsverkehr in den Läden zu reduzieren, haben die Lebensmittelsammler und -verteiler beispielsweise Lieferdienste aufgenommen oder geben ihre Ware im Freien aus. Laut Informationen des Landesverbandes Tafel Hessen planen die Ausgabestellen, nach den Weihnachtsferien ihren Regelbetrieb unter Einhaltung der Hygieneregeln wiederaufzunehmen. Die Hilfsbereitschaft und die zwischenmenschliche Solidarität sind Bollwerke im Kampf gegen das Virus. Das ist eine gute Nachricht für viele Menschen, denen nicht viel Geld zum Leben bleibt und die auf Hilfe angewiesen sind, betonte Wintermeyer.

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