BAD AROLSEN. Der hessische Europastaatssekretär Mark Weinmeister hat am Mittwoch den Verantwortlichen des Bürgervereins Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) einen Förderbescheid über 5.000 Euro überreicht. Die Landesmittel stammen aus dem Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“. Das Geld wird für Sanierungsarbeiten an der Begegnungsstätte „Bäcker Teich“ und einen barrierefreien Zugang zur Klosterkirche im Ortsteil Volkhardinghausen verwendet. „Die Hessische Landesregierung unterstützt dieses Projekt sehr gern, weil es hervorragend in unser Programm, Starkes Dorf‘ passt. Hier wird durch Eigeninitiative die Gemeinschaft des Ortes gestärkt“, sagte der Staatssekretär bei der Übergabe des Bescheids.

Die Landesregierung hat die Förderung der ländlichen Regionen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht und investiert dafür in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel. Ein Baustein ist das Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“. Fördermittel stehen bereit, damit Vereine, Verbände und Freiwilligenagenturen, aber auch gemeinnützige Organisationen und private Initiativen die Ortskerne in ihren Kommunen aktivieren und verschönern können.
Unterstützt werden Projekte mit einer Summe von 1.000 Euro bis maximal 5.000 Euro. Das kann zum Beispiel die Gestaltung einer öffentlichen Anlage oder Begegnungsstätte sein, aber auch das Errichten eines Spielplatzes. Die Resonanz auf das Programm ist bisher sehr gut. „Damit fördern wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes oder Ortsteils, unterstützen das Miteinander der Generationen und verbessern die Lebensqualität dörflicher Zentren“, betonte Staatssekretär Mark Weinmeister.

Volkhardinghausen ist ein Ortsteil von Bad Arolsen und hat 113 Einwohner. Die historische Klosterkirche ist das Wahrzeichen des Orts. Die nun anstehenden Arbeiten sollen weitestgehend in Eigenleistung geplant und umgesetzt werden. Das Projekt soll Ende November 2018 beendet sein.

Hintergrund

Mit der Offensive „Land hat Zukunft“ intensiviert die Landesregierung ihre Anstrengungen, um die ländlichen Regionen für die Zukunft zu stärken. Sie setzt hierfür 2018 und 2019 rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel ein. Gefördert werden beispielsweise Bürgerbusse zur Sicherung der Mobilität mit je 1,25 Millionen Euro pro Jahr oder Pilotprojekte zur Aktivierung von Flächen in Innenlagen, um aufgegebene Gebäude und Leerstände zu vermeiden. Auch der Ausbau freier WLAN-Hotspots in ländlichen Kommunen mit einer Summe von jährlich einer Million Euro wird unterstützt, genauso wie die medizinische Versorgung. Für das Modell „Gemeindeschwester 2.0“ stehen 3,7 Millionen Euro bereit. Die Neubesetzung von Landarztstellen fördert die Landesregierung mit einer Million Euro. Hinzu kommt eine Ergänzung der medizinischen Versorgung durch Telemedizin-Projekte.

Mehr zur Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ steht im Internet unter https://landhatzukunft.hessen.de.


Bildunterschrift

Ganz links MdL Armin Schwarz, 3. v.r. Bürgervereinsvorsitzender Karl-Heinz Koch, 2. v.r. Bürgermeister Jürgen van der Horst, Staatsminister Mark Weinmeister

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